sich vergeblich bemüht hat, die Puppenhülle zu durchbrechen und | schliesslich während dieses vergeblichen Bemühens noch Eier ab- setzte. Ich möchte hierzu bemerken, dass solche Fälle durchaus nicht selten sind, dass besonders Spinner oft nicht im Stande sind, die, Puppenhülle zu durchbrechen oder aber das Gespinnst zu öffnen, ohne dass man daraus etwa auf ein weniger kräftig entwickeltes Thier schliessen dürfte. Es treten dem schlüpfenden Schmetterlinge bisweilen un- überwindliche mechanische Hindernisse entgegen, die in dreierlei ihre Ursache haben können: einmal sind die Theile der Puppen- hülle zu fest miteinander verwachsen, um mit Hilfe des von dem Schmetterlinge auszuübenden Druckes gesprengt werden zu können; ein anderes Mal kann die Puppenhülle selbst von ungewöhnlicher Stärke sein und hierdurch einen übergrossen Widerstand leisten; endlich drittens kann es vorkommen, dass bei den Cocons die Schlüpföffnung unregelmässig oder aber zu fest und dicht von der Raupe verschlossen wurde und dann später den Falter überhaupt nicht, oder aber nur sehr schwer und mit Verlust der Beschuppung und Behaarung durchlässt. Mir sind während meiner langjährigen lepidopterologischen Praxis wiederholt derartige Fälle bei Zuchten vorgekommen und habe ich manchen Schmetterling durch rechtzeitige Vornahme einer Operation an der Puppenhülle oder an dem Gespinnste vom Tode gerettet. Zur Illustration des Gesagten dienen einige Beispiele. Vor mehreren Jahren erzog ich Saturnia pyri. Als .das Schlüpfen der Falter im April begann, hörte ich eines Abends ein Geräusch, wie von dem Sprengen einer Puppenhülle herrührend, da dieses Geräusch jedoch einige Stunden anhielt, untersuchte ich die betreffende Puppe und fand beim Oeffnen des Cocons den Schmetterling, der sich heftig wand und drehte, hinter der Schlüpf- öffnung vor, die ausserordentlich fest verschlossen war. Natürlich hatte das Thier bei dieser Bemühung, die Freiheit zu erlangen, reichlich Schuppen und Haare eingebüsst; die Flügelläppchen waren bereits ziemlich weit in ihrer Entwickelung vorgeschritten. In diesem Jahre machte ich gelegentlich der Zucht von Lasi0- campa fasciatella ab. excellens die Beobachtung, dass aus einer Puppe kein Falter schlüpfen wollte, trotzdem sich dieselbe äusser- lich als gesund erwies und auch die charakteristische Dehnung oder Streckung zeigte, welche alle Puppen kurz vor dem Schlüpfen aufweisen; auch war die Puppe noch weich, aber nicht mehr selbst- ständig beweglich. Ich sprengte die Puppenhülle am Kopfe und bemerkte hierbei, dass dieselbe von ungewöhnlicher Dicke war und die sogenannten Näthe ebenfalls sehr fest zusammenhielten. Nach vieler Mühe ge- lang es mir, das Thier, leider todt, aus seinem Gefängnisse zu be- freien; besonders fest sass die Hülle oberhalb des ersten Leibes- ringes auf dem Rücken und muss hier auf den sich entwickelnden Schmetterling einen starken Druck ausgeübt haben. Vielfach gelingt es den schlüpfenden Schmetterlingen, die er- wähnten mechanischen Hindernisse durch grösseren Kraftaufwand zu beseitigen, wie ich dies bei einigen kleineren Spinnern be- obachtete. In solchen Fällen müssen die Thiere aber dann stark „Haare lassen“, insbesondere erscheint der „Neugeborene“ dann schon mit einer gewaltigen Glatze. Es ist unter Berücksichtigung der erwähnten Missstände be- sonders bei den Cocons der Saturniden recht wohl angebracht, die- selben mit Hilfe eines scharfen Messers oder einer Scheere ein wenig zu öffnen, um dem Schmetterlinge den Weg zu bahnen. Mitunter kommt es auch vor, dass Theile der Puppenhülle an dem geschlüpften Falter haften, was man namentlich bei Zuchten von Tagfaltern beobachten kann. Da ist es ein Stück Puppenhülle welches an einem Hinterleibsringe festsitzt und vom Schmetter- linge mit fortgeschleppt wird; dort sitzt ein anderes noch auf dem Thorax fest und dergleichen mehr. So schlüpfte mir einstmals eine Vanessa io die si Kopf, Fühler und Saugrüssel bedeckenden ae FT zu entledigen vermochte und gab dem Thierchen dieses Anhängsel ein ganz sonderbares Aussehen; ich vermochte die Hülle nicht zu entfernen ohne Gefahr zu laufen, dem Schmetterling den Kopf ab- zureissen. Des Oefteren kommt es auch vor, dass die den Hinterlej ® gebende Hülle sehr fest in den Stig rleib um 26 menlöchern sitzt, bez, damit verbunden ist und nur mit Anwendung von Gewalt entfernt n den kann. H. Gauckler BE ee en VE 77 EEE Tee ——— Ueber die Eintheilung der Insekten. Von John B. Smith. (Schluss.) Die Neuroptera stammen sicher von den Isopteren ab, haben wir die stets gut entwickelte, bisweilen wohl sehr aber stets mit dem Mesothorax an der Basis verwachsene unda bewegliche Vorderbrust. Die Flügel sind gleichmässig entwjl beide Paare zum Fliegen eingerichtet; die primären bedeckaj sekundären, beide sind aber nie gefaltet. Alle ihre Formen | auf dem Lande. Die Larven sind alles Räuber und haben ini jüngeren Entwickelungsstufen ohne Ausnahme grosse Aehnlidi unter einander. Ich schliesse von dieser Ordnung die Sialidaeı weil sie einen beweglichen Prothorax und gefaltete Hinterfi haben, während ich von den amerikanischen Familien die Maı pidae, Chrysopidae, Hemerobiidae, Myrmeleonidae und Raphidii hinzu zählen. Dieser Zweig besteht aus Fragmenten und alk ihm gehörenden Arten oder Ordnungen können nicht viel Insel aufweisen. Sie können als Ueberbleibsel betrachtet werden, ı die Gruppe als Ganzes scheint in der Jetztzeit nicht zu wach Es mag bemerkt werden, dass sie, in ihrer jetzigen Zusam: setzung keine im Wasser lebenden Arten aufzuweisen hat, Der dritte Zweig, bei dem die Vorderbrust wesentlich ringerer Grösse und der Mittelbrust fest angegliedert ist, we die Körpertheile als Ganzes in sich enger verbunden und gerul auf. Es sollen dadurch die Ausgangspunkte der Beine näher: einander gebracht werden und das Brustbein als deutlich i gebildeter Körpertheil oder als Verhärtung zwischen den Hifi soll wegfallen. Der Mesothorax wird nun vorherrschend undı am besten entwickelten Theil, wie er auch die hauptsächlich Flugorgane trägt. Mit einigen Ausnahmen findet man wohl Allgemeinen die Anlage, die Vorderflügel auszubilden, welche ı mals zu Flügeldecken werden oder ikren wahren Zweck verlin Es scheint auf eine Grössenverminderung der Hinterflügel abgesüi zu sein; Beleg dafür bieten die Hymenopteren und schliesslich gänzliche Wegfall bei den Dipteren. Natürlich giebt es in die Beziehung viele Variationen und das einzige, was man als sich behaupten kann, ist, dass bei dieser Gruppe die Hinterflügel ı mals die einzigen oder primären Flugorgane abgeben. Von # grosser Wichtigkeit ist weiter, dass der Kopf fast immer m oder weniger frei oder gut abgetrennt ist, so dass eine deutli Halsbildung angestrebt wird; nie ist in den Prothorax eine fügung für den Kopf vorhanden. Diese Thatsache fällt bei ein Vergleiche der hierher gehörigen Ordnungen mit denen der ande Abtheilung sehr auf. Trotzdem ist der Unterschied in der B fügung des Kopfes, meines Wissens, bei der Classificirung ! Ordnungen bisher niemals genügend hervorgehoben worden. steht mit dem Abnehmen der Grösse des Prothorax in enger 3 ziehung. de Bei den Dipteren, als der ausgeprägtesten Ordnung - en Zweige, prädominirt die Galea über alle anderen Nu eile. u Os i esonders bei den Bienen, die in der gi rdnung sich am vollkommensten differenzirten. Bei den ep pteren Ist die Galea allein als funktionirendes Organ entwit und bei den Netzflüglern ist die Galea mindestens ebensogut ® wickelt wie die Lacinia und i ; di i t . Zu ne stelle ich die steht dieser nie nach y Heute sind sie freilich einer langen, deutliche = a zeigen uns in sich das Ueberbleibsel eines der | produktionsm urn En le an Oopala 1 = en oden. Die Abtrennung der Copulations-Orgä haben muss En Merkmal, für das irgend ein Grund vorß®® ee ass hier und da die gleiche Erscheinung vorkl kannt, aber bei den Insekten weiss ich kein Anal _— | N den heutigen Libellen führt, iS0- Br ee von denen, aus welchen die an- FE existirenden Ordnungen ae? 7. en ade i ischen Funde weisen auf die Ephem u, Die gonlag an ihe, hin; aber selbst hier haben wir u a © rägt den freien Kopf, deutlichen Bi ae, ni nah eng mit dem Mesothorax ver- Rn en und die vorherrschenden Vorderflügel. Die , . E icht viel Variationen durchgemacht und ist noch a: = alieken aber von dem gleichen Stamme sind ‚alle $ 5» 1 gehörigen Ordnungen abgezweigt, und sie zeigen En Larvenzustande, der entschieden an einen ım Wasser = a erinnert. j Bat; STRER ; 5. ee Beleg dieser Abzweigung haben wir die Tricho deren Larve noch im Wasser lebt, sie hat a Ba ndrische und zwar eine Raupenform angenommen, und vo in verhältnissmässig erst neuerer Zeit die Unterschied zwischen beiden Ordnungen ist nicht sehr gross, und in Se Lepidopteren - Charakter ‘ch der Trichopteren-Typus nachweisen. u. Mech aelen sich vom selben ‚ Stamme wie = ohoptera mit ähnlichen wurm- und raupenförmigen Larven ab. > waren wahrscheinlich dem Wasserleben angepasst, andere ieem oder feuchtem Boden, wo manche von ihnen h zu finden sind, Von einer der halbaquatischen Formen stammen die ©Dipteren ab. Tinbusse an den Mundtheilen, Änden ist, vielmehr eine Entwickelung aller Theile in parallelen ein, man denke nur an Panorpa, viele der primitiven Merkmale behalten hat. ch möchte den pflanzenfressenden Hymenopteren einen älteren ng zuschreiben, als den Dipteren und sie von dem. Zweige Mecopteren ableiten, ehe er sich besonders hoch specialisirte. ipteren scheinen mir die jüngste aller Insektenordnungen zu Thysanura mandibulata Mund (in einigen oder allen Stadien) mit Kauwerkzeugen ausgerüstet Prothorax beweglich ; Kopf nicht frei | FE Prothorax gut entwickelt, nicht beweglich; Kopf frei, aber nicht an deutlichem Halse 27 während sich andere ganz an das Landleben m sein. und den höchsten Typus jener En Ber - E> as er RR, m andern idgen vel- eint id "letztere gelbst miteinander eng verbunden. ._ ee flügel herrschen so vor, dass die Hinterflügel sogar Ber a & sind und die Galeastruktur des Mundes ist auf das ‚Höc 3 wickelt, trotzdem sie bei näherem Studium merkwürdige Ae : - keit mit der der Hymenopteren zeigt und So ausdrücklich auf den i Ursprung hinweist. Die en, oder Flöhe haben ein Anrecht ‚darauf, “ Ordnung angesehen zu werden. Sie haben mit den Dipteren u gemein, aber einen Mundbau, der nicht gut von dem jetzt bei den Fliegen herrschenden Typus abstammen konnte. Dagegen liegt nichts vor, was ihrer Herkunft von demselben Mecoptera-Zweige® widerspräche, der in den Dipteren seinen Höhepunkt erreichte. Die Mundtheile der Flöhe haben mit denen der Mecoptera in gewisser Hinsicht grosse Aehnlichkeit, das wird man leicht begreifen, wenn man einen Vergleich selbst anstellt. i Ich weiss wohl, dass mein Schema den oder jenen Wider- spruch hervorrufen wird, und dass meine Arbeit in mancher Be- ziehung unvollkommen ist, aber dies Loos theilt sie mit allen ‘andern auf gleichem Gebiete gemachten Vorschlägen und ich glaube, dass mein Entwurf, besser als jeder andere, den ich noch sah, auf 'bis.es fähig ist, sich zu vermehren, ist das Thier unvollkommen, dem ‘Wechsel unterworfen, und keine Verkörperung des Endzieles, den die Entwickelung anstrebte. | "Mein Schema will ich nun in folgender Form veranschaulichen: Protothysantıra i Thysanura emandibulata Mund (in allen Stadien) mit Schöpfrüssel ausgerüstet ; Prothorak wenig ent- wickelt, unbeweglich; Kopf an deutlichem Halse Fuss mit Rlaue Flügel nicht befranset Fuss am Ende blasig. Flügel befranset Hinterflügel Hinterflügel Isoptera Th quergefaltet längsgefaltet Odonata Ephemerida de A a rar ke: Parasitica Homoptera Mallophags ophaga Trichoptera Hewi Plecoptera Jorr: i \ en Dermoptera Corrodentia Mecoptera Orthoptera Platyptera ee f — Lepidoptera Siphonoptera Hymenoptera Diptera . Afrikanisch den Ameisen zu überlassen: in 4—5 Tagen haben sie selbst bei aet ein Bericht des Missions Die Ameisen bilden wegen i “a einewahre Plage. Namentlich i n en Gestank verbreitet, jedenfalls, weil lese Ameisen sind gewissermassen die Toten- Menschen. Aber ve ese ihre Gier nach Ul man von irgend ei 3 nem hren, so braucht man den Kadaver nur grösseren Thieren die Knochen vo befreit, was bekanntlich unsere Schnelligkeit, mit der diese Thier wunderbar. lIständig von den Weichtheilen Ameisen auch verstehen. Die e eımen toten Körper finden, ist ‚einen Vogel vom Baume herab m Unterholz, so kann man sicher genommen ist. bekannten Vogel, um den Balg Zweige fallen; zwei Negeri E Ge ; gerjungen suchten eine halbe Stunde in dem „Pater, a en ae